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Hessische Flugplatz GmbH Egelsbach
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E-Mail : fly@egelsbach-airport.com

Häufige Fragen

Trifft es zu, dass NetJets und die kommunalen Anteilseigner einen rechtsverbindlichen Vertrag abgeschlossen haben, um eine Begrenzung des Flugplatzbetriebs zu gewährleisten?

Das ist zutreffend. NetJets hat ohne Zögern verschiedenen Beschränkungen zugestimmt. Dazu gehört u.a. die Anzahl der Verkehrsbewegungen ebenso wie die Größe des Fluggeräts und die Betriebszeiten des Flugplatzes. Die Beschränkungen sind in einem Vertrag über die zukünftige Flugplatzentwicklung festgehalten worden. Jedem Bürger ist dieser Vertrag zugänglich.


NetJets betont immer wieder die Bereitschaft, einen Dialog mit den Bürgern zu führen. Wird dies auch nach dem 6. März der Fall sein?

NetJets hat sich dazu entschlossen, mit den Nachbargemeinden in guter Partnerschaft zusammenzuarbeiten. Um auch langfristig den Dialog fortzusetzen, werden wir einen Flugplatzbeirat mit Vertretern der angrenzenden Gemeinden (zum Beispiel Egelsbach, Erzhausen und Langen) einrichten. Die Mitgliedschaft im Beirat ist aber nicht nur den "offiziellen" Gemeindevertretern vorbehalten, sondern kann auch andere engagierte Bürger einschließen.

Darüber hinaus haben wir eine Flugplatz-Hotline für die Bürger eingerichtet. Die Hotline ist kein Anrufbeantworter und man verbringt auch nicht Stunden in einer Warteschleife. Unser Ziel ist es, dass die Gemeinden sowie die Bürgerinnen und Bürger wieder stolz auf ihren Flugplatz sein können.


Wird es Nachtflüge am Egelsbacher Flugplatz geben?

Nein, es wird keine Nachtflüge am Flugplatz Egelsbach geben. NetJets hat zugestimmt, die in der bereits heute geltenden Betriebsgenehmigung festgeschriebenen regulären Betriebszeiten auch in Zukunft beizubehalten. Die Betriebszeiten sind von 7 bis 21 Uhr. Dazu haben wir uns im Vertrag über die zukünftige Flugplatzentwicklung verpflichtet.


Wird es in Zukunft Linienflugverkehr, Ferienflugverkehr oder Regionalflugverkehr in Egelsbach geben?

Nein. Linien-, Charter- und Billigflieger sowie Regionalfluggesellschaften werden nicht in Egelsbach starten oder landen – weder heute noch in Zukunft. NetJets hat dies vertraglich zugesichert.


Werden zukünftig große Maschinen (z.B. die Boeing 737) den Egelsbacher Flugplatz ansteuern?

Nein. Es werden ganz ähnliche Flugzugtypen starten und landen, wie sie heute schon in Egelsbach zu sehen sind. Es wird keine Maschinen wie zum Beispiel den Airbus A 320 und die Boeing 737 geben, die eine große Anzahl von Passagieren befördern. Die Flugzeuge der NetJets-Flotte haben zwischen 6 und 14 Passagiersitzen.


Wird der Flugplatz Egelsbach zu einem NetJets Drehkreuz?

Nein. NetJets betreibt keine Drehkreuze. Wir fliegen unsere Passagiere direkt und ohne Umsteigen an ihren Zielort. Unsere Flugzeuge werden daher nicht an einem Flughafen zusammengezogen. Wir parken unsere Flugzeuge dort, wo unsere Passagiere als letztes hingeflogen sind. Es wäre auch ganz und gar unwirtschaftlich, Flugzeuge jeden Abend von den diversen Flughäfen abfliegend an einem Drehkreuz zusammenzuziehen.


Wird NetJets den Flugplatz Egelsbach zu seiner Heimatbasis ("Home Base") küren und folglich selbst von Sonderregelungen profitieren?

Der Flugplatz Egelsbach wird keine Heimatbasis für NetJets-Flugzeuge sein, weil NetJets solche Basen gar nicht betreibt. Nicht einmal in Lissabon, wo NetJets ungefähr 800 Mitarbeiter beschäftigt und sich das europäische Operationszentrum befindet, hat NetJets eine Heimatbasis für seine Flugzeuge. Das Geschäftsmodell von NetJets sieht auch in Zukunft keine Heimatbasis für seine Flotte vor, da die Flugzeuge stets für ihre Teileigentümer von A nach B unterwegs sind oder dort abgestellt werden, um auf den nächsten Flug zu warten.


Wird sich die Anzahl der Starts und Landungen erhöhen?

NetJets hat sich vertraglich verpflichtet, die auch heute schon geltende zahlenmäßige Beschränkung der jährlichen Flugbewegungen auch in Zukunft einzuhalten. Zurzeit fliegt NetJets etwa zweimal pro Tag in die Rhein-Main-Region. Unser Geschäftsplan geht davon aus, dass wir in zwei Jahren etwa vier Flüge pro Tag abwickeln werden.


Warum investiert NetJets in den Flugplatz Egelsbach, wenn nicht mit einer Zunahme des Flugverkehrs gerechnet wird?

Da NetJets kein klassischer Flugplatzbetreiber ist, wird der wirtschaftliche Erfolg von NetJets nicht von einer Zunahme von Flugbewegungen abhängen. Wir glauben, dass wir im Rahmen unseres Geschäftsmodells für Flugzeug-Teileigentum mehr Flugzeuganteile an unsere Kunden verkaufen können, wenn wir den Flugplatz Egelsbach betreiben und die dortigen Sicherheitsstandards verbessern. Die Aussicht, in Zukunft mehr Flugzeuganteile zu verkaufen rechtfertigt unsere Investition.


Was muss man sich unter dem Verkauf von Flugzeuganteilen vorstellen?

NetJets kauft komplette, modernste und neue Flugzeuge von großen Herstellern ein und verkauft das Flugzeug in Anteilen an Kunden weiter. Dies lässt sich in etwa mit dem in Deutschland bekannten Car-Sharing-Modell vergleichen. Unsere Kunden können dann mit ihrem Flugzeug oder anderen Flugzeugen der NetJets-Flotte reisen. Sie brauchen dafür keine Piloten einzustellen oder das Flugzeug zu warten. Diese und andere Tätigkeiten übernimmt NetJets für die Kunden.


Welche Pläne hat NetJets für den Flugplatz?

Unser Hauptaugenmerk liegt darauf, in die Verbesserung der Sicherheitsbelange zu investieren, so dass auch unsere eigenen Flugzeuge den Flugplatz Egelsbach anfliegen können. Diese Verantwortung schulden wir unseren Passagieren und den umliegenden Gemeinden gleichermaßen. Zusammen mit abgestimmten Flugsicherungsverfahren im kontrollierten Luftraum stellen unsere Investitionen in die Sicherheit die Basis für eine Nutzung des Flugplatzes Egelsbach ab 2009 durch NetJets dar.

Ein weiteres Ziel ist es, die Voraussetzungen zur Einführung von instrumentengestützten Start- und Landeverfahren (IFR) einzuleiten. Flüge nach Instrumentenflugregeln erlauben den Piloten mit Unterstützung von Fluglotsen und modernsten technischen Ausstattungen an Bord, sicher zu navigieren, zu landen und zu starten. Dieser Umstand ist nicht nur für die Erreichung der überdurchschnittlichen Sicherheitsstandards von NetJets als verantwortlicher Betreiber von Bedeutung, sondern kommt auch den Belangen der DFS bei der Organisation von Luftraumstruktur und -ordnung entgegen. Insbesondere während ungünstiger Wetterlagen am Flugplatz Egelsbach sowie durch die Nutzung des Luftraums bei Egelsbach durch Fluggeräte unterschiedlicher Geschwindigkeiten erlangt der Einsatz von IFR-Technik höchste Priorität.


Ist IFR nur ein anderer Begriff für eine Landebahnverlängerung für größere Flugzeuge?

Ganz und gar nicht. Flüge nach Instrumentenflugregeln sind ein reines Sicherheitsthema. Auch vor dem Interesse von NetJets, sich am Flugplatz Egelsbach zu engagieren, haben Luftfahrtexperten bereits mehrere Maßnahmen für die Weiterentwicklung des Flugplatzes empfohlen. Zu diesen gehörten u.a. die Errichtung eines neuen Kontrollturms am Flugplatz sowie die Verlängerung der Start-/Landebahn um ca. 270 Meter. Gleichzeitig hat sich NetJets vertraglich verpflichtet, größere Flugzeugmuster -beispielsweise von Linienfluggesellschaften, Ferienfluggesellschaften, Billig-Fluglinien oder regionalen Luftverkehr- gar nicht am Flugplatz Egelsbach zuzulassen.


Wird der Einsatz der Geschäftsreiseflugzeuge von NetJets zu mehr Lärm am Flughafen führen?

Glücklicherweise sind die modernen Flugzeuge von NetJets zwischen 11 und 21 Dezibel leiser als es selbst die strengsten internationalen Standards vorschreiben. Bei einem Start ist die hauptsächliche Geräuschentwicklung eines Geschäftsreiseflugzeugs auf das Flughafenareal beschränkt. Im Landeanflug wird eine Geräuschreduzierung unter anderem dadurch erreicht werden, dass NetJets Piloten längere Zeit in größerer Höhe fliegen können, um dann mit einem neu abgestimmten steileren Sinkflug den Flugplatz Egelsbach anzufliegen. Das entlastet vor allem die östlich des Flughafens gelegenen Gemeinden und Überfluggebiete.

Der Fokus unserer Lärmvermeidungspolitik ist darauf ausgerichtet, mit den bereits heute vorhandenen Geräuschemissionen von Hubschraubern und kolbenmotorgetriebenem Fluggerät auf Platzrunden verantwortungsvoll umzugehen. Eine Erhöhung des Fluglärms könnte durch die Zunahme von Flugbewegungen erzeugt werden. Daher haben wir uns vertraglich verpflichtet, die bereits bestehende zahlenmäßige Obergrenze für jährliche Flugbewegungen zu übernehmen und auch in Zukunft einzuhalten.

Zugegebenermaßen könnte auch die Veränderung des Flugzeugmixes zu sich verändernden Geräuschemissionen führen. Wir sind daher gegenüber einer Anpassung der Flughafenbetriebserlaubnis sehr aufgeschlossen, die es uns erlauben könnte, jeden Betreiber von Geschäftsreiseflugzeugen dazu zu veranlassen, ausschließlich leises Gerät einzusetzen, welches die strengen Lärmanforderungen gemäß ICAO Annex 16 Kapitel 4 erfüllt, so wie es bereits heute bei der NetJets-Flotte der Fall ist. Überdies wären wir durchaus einverstanden, sofern gestattet, Flugzeugbetreiber mit Strafgeldern zu belegen, die gegen geltende Lärmbestimmungen verstoßen sowie selbige anschließend von der weiteren Nutzung des Flugplatzes Egelsbach auszuschließen.


Sie nehmen für sich in Anspruch, dass Ihre Flugzeuge leiser sind als es die strengsten internationalen Standards vorgeben. Allerdings wird der meiste Lärm von Fluggerät kommen, das nicht der NetJets-Flotte angehört. Was kann NetJets tun, um mit den Geräuschemissionen dieser Maschinen umzugehen?

NetJets plant, die Höhe der Landegebühren zu staffeln und an die Lärmzertifikate der Flugzeugtypen zu koppeln: Weniger laute Flugzeuge werden von niedrigeren Landegebühren profitieren. Lauteres Fluggerät wird höhere Landegebühren entrichten müssen. Allerdings muss dieses Gebührenmodell vom Regierungspräsidium in Darmstadt genehmigt werden. NetJets hofft, dass der Antrag beim Regierungspräsidium von den umliegenden Gemeinden unterstützt wird. Durch diese Gebührenstruktur werden bei den Flugzeugbetreibern Anreize geschaffen, in lärmreduzierende Technologien zu investieren. Das Gebührenmodell hat sich übrigens bereits an vielen europäischen Flugplätzen und Flughäfen bewährt.


Geben Sie mir ein Beispiel für Ihre sogenannte Lärmvermeidungspolitik

Unser Programm zur Lärmvermeidung wird eine Reihe von Maßnahmen, Kontrollmechanismen und Sanktionen enthalten, um die Lärmemissionen nicht über das heutige Maß hinaus anwachsen zu lassen. Einige Beispiele aus unserer gegenwärtiger Programmskizze:

1. NetJets wird bei der zuständigen Genehmigungsbehörde eine Gebühren- und Entgeltordnung einreichen, die Staffelungen nach Lärmklassifizierung und wenn möglich auch nach Technologiestand ermöglichen, wobei leiseste Flugzeuge mit modernster Technologie begünstigt werden sollen.

2. NetJets wird um die Erlaubnis ersuchen, Flugzeuge von der Nutzung des Flugplatzes Egelsbach auszuschließen, die nicht die strengsten Lärmrichtlinien nach ICAO Anhang Kapitel 4 erfüllen. In das sogenannte Kapitel 4 werden nur die leisesten Flugzeugmuster eingestuft.

3. Gemeinsam mit der Genehmigungsbehörde und den Flugplatznutzern wird sich NetJets dafür stark machen, dass für das Hovern von Hubschraubern bestimmte Zeitfenster an bestimmten Wochentagen eingerichtet und eingehalten werden.

4. Gemeinsam mit der Deutschen Flugsicherung in Langen und der FRAPORT AG arbeitet NetJets bereits an neuen Flugverfahren, um die Geräuschemissionen deutlich zu reduzieren. Dies ist z.B. möglich, wenn die Flugzeuge längere Zeit in größerer Höhe fliegen, um dann in der Nähe des Flugplatzes Egelsbach einen steileren Anflug durchzuführen. Hierdurch kann eine erhebliche Entlastung der bisher durch Fluglärm belasteten Regionen erzielt werden.


Was kann getan werden, um den Fluglärm auch in den angrenzenden Gemeinden wie z.B. Rödermark oder Eppertshausen zu reduzieren?

Die gegenwärtigen Flugstrecken für Businessjets auf dem Wege nach Egelsbach geben vor, dass diese Flugzeuge längere Zeit auf einer Flughöhe von ca. 457 Metern (1.500 Fuss) verbleiben, bevor der Endanflug eingeleitet wird. Dies führt teilweise zu wahrnehmbaren Lärm in den Überfluggebieten. NetJets und die HFG haben in den letzten Wochen aber bereits deutliche Fortschritte in den Gesprächen mit der DFS erzielt, wobei Verfahren besprochen worden sind, nach denen bis kurz vor dem Flugplatz Egelsbach in einer Höhe von rund 1.219 Metern (4.000 Fuss) geflogen wird, bevor dann ein steilerer Sinkflug und Endanflug eingeleitet würde. Dieses Verfahren ist sicherer, deutlich leiser für die Überfluggebiete und führt dazu, dass auch die strengen Sicherheitsvorgaben von NetJets für eigene Flüge eingehalten werden können.


Wenn Businessjets so leise sind, warum entspricht der Lärmpegel nach Standardberechnungsart dann 57 Dezibel?

Die gegenwärtig in der Bundesrepublik Deutschland geltenden Lärmstandards basieren auf geschätzten Lärmemissionen typischer Flugzeugmuster. Grundsätzlich wird hierbei einem größeren Flugzeug auch ein größerer Lärmausstoß zugeordnet und dabei wird nicht berücksichtigt, ob dieses Flugzeug mit modernster Triebwerkstechnologie ausgestattet ist, so wie es bei der NetJets Flotte der Fall ist. Aufgrund der anzuwendenden Kalkulationsparameter und aufgrund der Tatsache, dass ein Flugzeug von NetJets größer als ein Sportflugzeug ist, war es zwingend, den Berechnungswert für Geräuschemissionen auf 57 Dezibel festzulegen.

Lärmmessungen von NetJets werden in der Zukunft nicht nur erfassen, welche tatsächlichen Geräuschpegel für die Menschen in den betroffenen Gebieten hörbar sind; vielmehr wird NetJets auch aktiv daran mitwirken, den tatsächlichen Fluglärm zu reduzieren, da dies im Sinne der Nachbarn und im Sinne von NetJets selbst ist. Es ist unsere Überzeugung, die von externen Fluglärmgutachtern bestätigt wird, dass die durch den Flugplatz Egelsbach verursachten Lärmpegel in Zukunft nicht erheblich ansteigen werden. Eine kalkulationsmethodisch bedingte Erhöhung der Obergrenze von 55 auf 57 Dezibel wird nach unserer Einschätzung keine Auswirkungen auf das tatsächliche Lärmempfinden haben.


Wie sieht es mit der Luftverschmutzung am Flugplatz aus?

Die Luftqualität am Flugplatz und in seiner Umgebung wird weiterhin die strengen EU-Vorgaben einhalten (im Gegensatz zu vielen deutschen Städten, die diese Werte zurzeit nicht erfüllen können). Die Luftqualität rund um den Flugplatz ist darüber hinaus wesentlich stärker durch den Straßenverkehr beeinträchtigt (z.B. durch die Autobahn A 5) als dies jemals durch den Flugplatz der Fall sein wird. Dessen ungeachtet ist vorgesehen, die Luftqualität regelmäßig bzw. durchgängig zu überwachen.


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