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Hessische Flugplatz GmbH Egelsbach
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E-Mail : fly@egelsbach-airport.com

Pläne von NetJets am Flugplatz Egelsbach

Wie Sie der Presse entnehmen konnten, haben die jetzigen Gesellschafter der Hessischen Flugplatz GmbH am 29. Januar 2009 dem Verkauf des Egelsbacher Flugplatzes an NetJets unter Vorbehalt der Entscheidung der zuständigen Gremien zugestimmt.

Aber welche Pläne verfolgt NetJets eigentlich mit dem Kauf des Flugplatzes?


Kein klassischer Flughafenbetreiber

NetJets ist sicherlich kein klassischer Flughafenbetreiber. Unser Geschäft ist der Verkauf von Anteilen an Geschäftsflugzeugen. Unsere Kunden erwerben Anteile an Flugzeugen und für diese Anteile bieten wir ihnen Flüge zu über 900 Zielen in Europa.

Im Rhein-Main-Gebiet wickeln wir etwa 750 Flüge pro Jahr ab. Da der Flughafen Frankfurt am Main aber mit Linienflugverkehr ausgelastet ist, haben unsere Kunden nur erschwerten Zugang zu dieser wichtigen Wirtschaftsregion. Mit der Investition in den Egelsbacher Flugplatz und in dessen Sicherheit wollen wir unseren Kunden den Zugang zum Rhein-Main-Gebiet erleichtern.

Als Folge erwarten wir zusätzliche Verkäufe von Flugzeuganteilen. Mit den dadurch erzielten Gewinnen können wir unsere Investition in den Flugplatz finanzieren. Dies ist umso wichtiger, da ein gewinnbringender Betrieb des Flugplatzes nicht möglich ist, insbesondere wenn man die dringend notwendigen Ausgaben für anstehende Sanierungs- und Reparaturarbeiten bedenkt.


Flugbetrieb

Wir möchten den Flugplatz auch in Zukunft weiterhin ausschließlich für den allgemeinen Luftverkehr und für Geschäftsflieger öffnen. Dies schließt unsere eigenen Maschinen mit 6 bis 14 Passagiersitzen ein. Diese modernen Maschinen haben ein Durchschnittsalter von nur 2,5 Jahren und sind wesentlich leiser als es die meisten strengen Standards der Vereinten Nationen vorgegeben. Wir erwarten einen Anstieg von gegenwärtig ungefähr zwei Flügen pro Tag im Raum Frankfurt auf ca. vier Flüge pro Tag in Egelsbach innerhalb der kommenden Jahre. Wir werden keine Linienverkehrsflugzeuge, Billigflieger oder Ferienflieger auf dem Flugplatz zulassen.


Investitionsbedarf

Für den Weiterbetrieb sind umgehend für die nächsten fünf Jahre etwa 6 bis 10 Millionen EUR an Investitionen für überfällige Reparatur- und Sanierungsarbeiten erforderlich. Wir wollen auch weitere Investitionen tätigen und den Flugplatz mit einem instrumentengestützten Landesystem ausrüsten. Dann können unsere Piloten sicherer und geräuschärmer in einem kontrollierten Luftraum starten und landen. Die Installation eines instrumentengestützten Landesystems erfordert die Verlängerung der Lande- und Startbahn um ca. 270 Meter, sowie eine Verbreiterung um ca. 5 Meter. Für diese Arbeiten müssen keine Gebäude am Flughafen oder in dessen Umfeld abgerissen werden. Im Gegenteil: wir möchten die bestehenden Gebäude am Flugplatz modernisieren.

Die bereits heute existierenden Beschränkungen auf 100,000 Flugbewegungen pro Jahr und die gegenwärtigen Betriebsstunden, die Nachtflüge ausschließen, werden wir beibehalten. Das haben wir vertraglich auf unbefristete Zeit zugesichert. Dies war uns möglich, da wir die in Egelsbach notwendigen Investitionen durch dem Verkauf von Flugzeuganteilen finanzieren und unser Geschäftsmodell nicht von höheren Einnahmen aus Start- und Landegebühren abhängt.


Impulse für die Wirtschaft

NetJets geht davon aus, dass in einem ersten Schritt ca. 35 neue Mitarbeiter am Flugplatz tätig sein werden. Hinzu wird Bedarf an Wartungsarbeiten an unseren Flugzeugen bestehen, der durch lokal ansässige Unternehmen gedeckt werden könnte. Zudem sind uns Pläne bekannt, wonach Investoren den Bau eines Hotels und eines Kongresszentrums am Flugplatz planen. Dies setzt allerdings voraus, dass die von NetJets vorgesehenen Verbesserungen der Flugplatzinfrastruktur durchgeführt werden. Auch dies wird Arbeitsplätze schaffen und sichern.


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