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Antrag auf Erweiterung des Beschränkten Bauschutzbereichs nach §17 LuftVG für den Verkehrslandeplatz Frankfurt-Egelsbach

Information für die Öffentlichkeit

Antrag auf Erweiterung des Beschränkten Bauschutzbereichs nach §17 LuftVG für den Verkehrslandeplatz Frankfurt-Egelsbach

Die TRIWO Egelsbach Airfield GmbH beantragt als Betreiberin des Verkehrslandeplatzes Frankfurt-Egelsbach die Erweiterung des beschränkten Bauschutzbereichs (BSB) nach §17 Satz1 Nr.2 LuftVG i.V.m. §6 Absatz4 Satz2 LuftVG von derzeit 1,5km auf 4km Halbmesser um den Flugplatzbezugspunkt, jedoch mit einigen Einschränkungen.

Darüber möchten wir Sie auf diesem Weg vorab informieren und Ihnen in der Zeit bis Ende April 2021 die Gelegenheit für Rückfragen geben, bevor unser Antrag auch formal über die Beteiligung der Öffentlichkeit vorgestellt wird.

Ein BSB nach dem LuftVG dient der Hindernisüberwachung für Flugplätze. Das bedeutet nicht, dass etwas nicht gebaut werden darf, sondern lediglich, dass man je nach Bauhöhe für bestimmte Vorhaben neben einer baurechtlichen Genehmigung u.U. auch eine luftrechtliche Genehmigung benötigt.

Am Ende dieses Textes finden Sie zwei Lagepläne, die den aktuellen Bestand und die beantragte zukünftige Ausdehnung darstellen.

In der Erweiterung des BSB sollen folgende Bauhöhen festgelegt werden, ab denen eine luftrechtliche Genehmigung erforderlich sein wird:

  • Innerhalb der grün umfassten Fläche soll der erweiterte BSB ab einer Höhe von 100m über Flugplatzbezugspunkt (117,50m NN), mithin ab 217,50m NN gelten
  • Innerhalb der gelb umfassten Fläche soll der erweiterte BSB ab einer Höhe von 45m über Flugplatzbezugspunkt, mithin ab 162,50m NN gelten.
  • Innerhalb des orange markierten Bereichs, der auch heute schon die wichtigsten An-/Abflugbereiche und Hindernisbegrenzungsflächen darstellt, soll der erweiterte BSB ab 25m über Flugplatzbezugspunkt, mithin ab 142,50m NN gelten.
  • Innerhalb des rot umfassten Bereichs, der sich bis auf den äußersten westlichen Teil innerhalb des bereits genehmigten BSB gemäß §17 Abs. 1 LuftVG befindet, soll die Beschränkung wie bisher ab dem Boden beginnen.

Warum wird die Erweiterung für erforderlich gehalten?

Der Flugplatzbetreiber hat sicherzustellen, dass die Verkehrsanlage in vollem Umfang ihrer Aufgabe der Öffentlichen Daseinsvorsorge nachkommen kann. Die relevanten Hindernisbereiche werden durch den bisherigen Bauschutzbereich jedoch nicht vollständig erfasst. Dies wird erst durch die Erweiterung möglich.

Weil Wohn- und Gewerbebebauung, insbesondere hohe Gebäude für Logistik immer dichter an den Flugplatz heranwachsen und weil immer mehr Flächen für Windkraftanlagen geplant werden, ist es wichtig, dass Aufsichtsbehörde und Betreiber des Flugplatzes frühzeitig in Planungsprozesse involviert werden.

Dabei ist es uns wichtig, die Planungsfreiheit der umliegenden Kommunen möglichst wenig zu beeinträchtigen und gleichzeitig einen hohen Informationsfluss für Betreiber und Aufsichtsbehörden in den flugbetrieblich wichtigen Bereichen zu gewährleisten.

Deswegen soll der erweiterte Bauschutzbereich nur im orange markierten Bereich bereits bei 25m Höhe über dem Flugplatzbezugspunkt beginnen.

Die sonstigen Bereiche (gelb und grün) sind flugbetrieblich weniger relevant oder bereits durch andere Vorgaben geregelt und sollen deswegen erst in 45m Höhe, im Bereich der Stadt Langen ab 100m über dem Flugplatzbezugspunkt beginnen. Es ist leider nicht zulässig, einzelne Teilbereich komplett aus dem BSB auszuklammern.

Lediglich in unmittelbarer Nähe der flugbetrieblichen Anlage soll der Bauschutzbereich wie bisher ab dem Boden beginnen.

Wir möchten Sie damit transparent über unser Vorhaben informieren und stehen Ihnen für Rückfragen gerne zur Verfügung.

Status Quo

Antragsgegenstand

 

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